Ball-küsst-Rasen

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Hallo, Murmeltier!

Hamburg, Sylvesterallee. Die 2. Bundesliga läuft. Am zehnten Spieltag ist der HSV zwei Punkte hinter dem Tabellenführer. Alles im Lot. Müsste man meinen.

Da reist uns eine Nachricht aus dem mit Aufgaben vollbepackten Alltag, lässt uns alles stehen und liegen lassen und die Hände über dem Kopf zusammen schlagen.

– der HSV entläßt seinen Trainer –

Habt ihr auch das Gefühl, ihr hättet diese Nachricht bereits gehört? Nein, es ist schon wieder soweit! Ja, schon wieder! Und doch hinterläßt diese Nachricht ein Gefühl das Phil im Film „Und täglich grüßt das Murmeltier“ gehabt haben muss als sich der verhasste Tag durch eine Zeitschleife ständig widerholt. Dementsprechend müsste der Wettersender des Films der HSV sein und das grüßende Murmeltier der Trainer.

Hallo, Murmeltier. Hallo, neuer Trainer.

Titz hat ausgediehnt und ein neuer wird bereits hingestellt. Titz kannten wir vorher bereits durch seine Bücher. Aber ist es die Mühe wert uns den Namen des neuen Trainers zu merken?

Die Fans sind enttäuscht. Hatten sie doch erwartet, dass endlich alles anders wird. Doch diese Nachricht knüpft nur an alte Verhaltensmuster der Chefetage an. Der HSV mal wieder in den Negativschlagzeilen.

Dass auch Titz keine Wunder bewirken kann, hätte bei realistischer und sachlicher Betrachtung den Verantwortlichen gleich klar sein dürfen. Ins kalte Wasser geworfen – viel mehr den Haien zum Fraß vorgeworfen – kurz vor dem Abstieg sollte er den Verein retten. Titz versuchte dennoch alles. Er warf einen großen Teil der Mannschaft raus, holte blutjunge Pferde aus dem eigenen Stall des Nachwuchsbereichs. Dass da auch Erfahrungen bei dem einen oder anderen fehlen, war sicher auch allen Beteiligten klar. Aber was hätte er sonst noch tun können? Ein neuer erfahrener Kader ist zu teuer. Die Blutjungen müssen entwickelt werden. Dieser Aufgabe hatte sich Titz angenommen. Das geht jedoch nicht von heute auf morgen.

Offenbar denkt man dort in der Führung, man könne in ein paar Wochen eine perfekte Umwälzung auf dem Platz durchführen und durchstarten wie Bayern München (wie FCB in den letzten Jahren jedenfalls 😉 ). Denn man versucht es dort immer wieder. Trainer raus. Neuer rein. Kaum einer kennt noch die genauen Zahlen der entlassenen Trainer. Das zählen haben wir bereits aufgegeben.

So wird die Liste der Verflossenen länger, kaum ein Trainer hat die Möglichkeit sich und sein Konzept zu integrieren und zu entwickeln. So geht Neuaufbau sicher nicht. Wir fragen uns deshalb ernsthaft:

Kann dem HSV überhaupt noch jemand helfen?

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Welche Farbe trägt dein Herz?

Am Sonntag steigt das Stadtderby. Im Volkspark treffen der HSV und der FC St. Pauli auf einander. Wie sehen Eure Tipps aus? Noch viel wichtiger: Welche Farbe trägt Euer Herz am Sonntag? 💙

Mit dem Hut in der Hand

Gestern unternahm ich einen Ausflug in meinen Keller. Wenn man in einem Mehrfamilienhaus wohnt und im Keller vor den Holzlattentüren steht, die für jeden Bewohner geheime Besitzschaften verstecken (gesichert mit einem breiten Schloss, an einem kleinen Scharnier, das man wahrscheinlich mit dem kleinsten Schraubenzieher öffnen könnte), dann entdeckt man in jedem dieser winzigen Räume einen eigenen Kosmos.

Bei meinen Nachbarn zum Beispiel, dort riecht es immer nach Hibiskusblüten. Entweder züchten sie darin eine Hibiskusplantage, was ich persönlich bevorzugen würde, oder man lässt dahinter die gewaschene Wäsche trocknen, deren Hibiskusweichspüler die Gewebefasern plüschweich macht. Möglicherweise befindet sich dahinter aber auch eine andere Welt, der Weg in eine anderen Dimension. In der die Hibiskusblüten die Welt beherrschen. Wer weiß das schon. Ich habe noch nicht nachgesehen.

Ich sah schon Keller, deren aufgebaute Legowelten bereits drohten die Weltherrschaft zu übernehmen. Oder die Skylander.

Wenn ich aber mein Schloss öffne (ohne Schraubenzieher) und die Holzlattentür meines Kellers knarrend zur Zeite schiebe, dann rollen mir Fußbälle entgegen. Viele. Wirklich viele. Ok, vielleicht nicht tausende. Aber viele. Welche für draußen, für Rasenplätze, Hartplatzbälle, leichte, schwere, Allwetter- oder Beachbälle, Gummi- und Lederbälle, HSV-Fußballschulen- oder Bundesligarepliquebälle. Und das jeweils in verschiedensten Farben versteht sich. Nur in blau wäre ja langweilig. Einer sieht sogar aus wie eine Erdbeere. Was den Nachteil hat, dass ich immer Hunger auf Erdbeeren bekomme, wenn ich ihn sehe. Erdbeeren sind nämlich verdammt lecker. Sahnetorten mit Erdbeeren übrigens auch. Aber die gab es in meinem Keller leider nicht.

Mit dem Hut in der Hand

So sammelte ich also die entrollten Bälle wieder ein, bevor sie die Weltherrschaft an sich rissen und sperrte sie in mehrere Behältnisse. Warum ich dabei an den Film mit den Killertomaten denken musste, weiß ich nicht.

Ich sortierte sie dabei in „klein“, „groß“, „alt“, „neu“, „kaputt“, „heil“, „voll Erinnerungen“, „nie benutzt“, „zu schön um damit zu spielen“, „zu häßlich um damit in der Öffentlichkeit gesehen zu werden“.

Dabei fielen mir auch die Hütchen in die Hände. Nein, nicht diese, die man bei der Queen und ihrer Familie bei öffentlichen Veranstaltungen bewundern kann. Sondern diese, die jeder Fußballtrainer braucht.

„Mit dem Hut in der Hand, kommt man durch das ganze Land.“

Wollten die Mütter früher ihre Kinder mit diesen Worten an die notwendige Höflichkeit erinnern, ist dieses Sprichwort für die gegenwärtige Fußballgeneration genauso wichtig. Was nicht heißen soll, dass erwähnte Höflichkeit heute nicht mehr relevant wäre. Eigentlich wäre es mir sogar recht, die alte Redewendung wieder aufleben zu lassen. Dann wäre es nicht mehr der edle Fitzhut oder das teure Hutgeflecht, das sorgsamm in einer Hutschachtel aufbewahrt werden muss, sondern das geputzte Basecape oder vielleicht das gebügelte Strickmützchen. Ein einfaches Nicken und Lächeln würde heutzutage aber auch schon vieles ändern.

Da auch wir keinen Filzhut mehr tragen und Caps auch nicht bei jeder Alltagsgelegenheit passend erscheinen, zum Beispiel vor Gericht, oder auf Beerdigungen, haben wir immer solche Hütchen im Kofferraum.

Kann nie schaden ein paar dabei zu haben. Vielleicht könnte man sie bei einem Unfall zur Warnung an die Autobahn stellen oder gar ein Spielfeld abstecken, sollten man mal zufällig einem berühmten Fußballprofi begegnen. Man weiß ja nie.

Gezielte Bewegung bedarf mehrere verschiedene Fähigkeiten

Wozu sind diese Hütchen also nützlich? Mal abgesehen davon sie gemäß ihres Namens zu benutzen, müssen sie schließlich noch andere Vorteile haben. Vorallem weil sie oben eine kreisrunde Öffnung besitzen, die den Regen und die Sonne ungebremst hindurchläßt.

So beschäftigten wir uns ein paar Tage mit diesem Modesportgerät und wollen euch daran teilhaben lassen, was wir dabei entdeckt haben.

Zunächst solltet ihr wissen, dass jede gezielte Bewegung von mehreren verschiedenen Fähigkeiten abhängt. Von der Kopplungsfähigkeit, der Differenzierungsfähigkeit, der Gleichgewichts- und Orientierungsfähigkeit, von der Rhytmisierungs- und Reaktionsfähigkeit sowie der Umstellungsfähigkeit. Erst wenn diese Fähigkeiten in einem geordneten Arbeitsprozess laufen, findet eine Bewegung statt, die genauso vorher auch geplant war. Die Kopplungsfähigkeit sorgt dabei dafür, dass die Bewegungsabläufe flüssig ineinander greifen und die einzelnen Teilkörperbewegungen zu einer zielgerichteten Gesamtbewegung koordiniert werden.

Um diese sehr unterschiedlichen Prozesse im Gehirn verbessern zu können, muss man komplexe Bewegungsabläufe immer wieder trainieren. Dabei können diese Hütchen helfen. Aufgestellt bereiten sie einen abgesteckten Parkourgrund vor, dem der Übende nur noch folgen muss.

Für das moderne Fußballspiel ist ein gutes Koordinationstraining unerlässlich. Es wirkt sich auf die spielerische und individuelle Technik aus.

Wird die Koordination dieser verschiedenen Fertigkeiten trainiert, schult man gleichzeitig das Gleichgewichtsgefühl, das vorallem beim Laufen, im Zweikampf oder beim Kopfball wichtig ist.

Übungsideen für Koordination und Kopplungsfähigkeit

Hier ein Beispiel dafür, was du mit den Hütchen anstellen kannst:

Stelle zwei Hütchen mit größerem Abstand zueinander auf. Stelle dich dann an das erste Hütchen und versuche das zweite mit einem zielgenauen Schuss zu treffen. Schaffst du es locker, erhöhe den Abstand zwischen den Hütchen. Für mehr Spaß holst du dir einen zweiten Spieler hinzu, der versucht das Hütchen auf deiner Seite zu treffen. Hier kann sowohl der Abstand als auch die Geschwindigkeit der Übung variiert werden.

„Hütchen stelle ich selbst auf, dafür brauche ich keine Assistenten“,

Felix Magath

Genauso wie auch Felix Magath haben wir selbst Hütchen aufgestellt und versucht unserer Koordinations- und Kopplungsfähigkeit neue Aufgaben zu stellen.

Neben den vielen Variationen im Mannschaftstraining, kannst du dir deinen eigenen Parkur aufbauen, der die unterschiedlichsten Schwierigekeiten beinhalten kann. Hierbei kann das Slalomdribbling oder auch schnelle, flüssige Richtungsänderungen trainiert werden. Na, wer von euch entwickelt den kreativsten und meistert den schwierigsten Parkour?

Was befindet sich denn in euren Kellern? Habt ihr noch keine Hütchen zu Hause? Nein? Dann wird es höchste Zeit! Denn mit dem Hut in der Hand, eroberst zu das ganze Land.

Wüsten-Camp

Aus den Steinen, auf denen wir saßen, stieg die Hitze auf. Es erinnerte mich an den Kachelofen, den meine Großmutter in ihrem Wohnzimmer stehen hatte. Im Winter hielten wir unsere Füße und den Rücken daran um uns zu wärmen. In dieser Woche hätten wir auf diese Extrawärme gut verzichten können. Während wir dort so saßen und schon vom Rumsitzen schwitzten, trainierten vor uns auf dem Platz in Norderstedt Kids mit der HSV-Fußballschule. Und das auch noch fast 6 Stunden am Stück. Die ganze Woche lang.

Das Wetter hatte kein Erbahmen. Ich glaube, es gab nicht einen einzigen Tag unter 30 Grad. Der Rekord lag bei 34 Grad.

In diesem Jahr konnten die Jungs die neuen Umkleidekabinen des neugebauten Trakts auf dem HSV-Trainingsgelände an der Ulzburger Straße in Norderstedt benutzen. Sehr sauber sieht es dort aus, mit viel Platz für die in dieser Woche „nur“ 65 Kids, die wild darauf waren bei über 30 Grad den ganzen Tag lang Fußball zu spielen.

Unser Nachwüchskicker, immerhin schon zum 4. Mal dabei, hatte auch in diesem Jahr wieder Megaspaß. Und das trotz dieser niederstreckenden Hitze. Wolken, soetwas kennen die Kids heutzutage gar nicht mehr.

Nach dem Training versuchten wir der Hitze zu entkommen und verzogen uns an einen See, wo unser Kicker mal eben nach dem Training noch eine Schwimmprüfung ablegte.

Dort lauerte die Hitze auch auf uns, war aber doch deutlich besser zu ertragen.

Trotz Wetter, das uns schon beim Stehen schwitzen ließ, gaben die Jungs auch in dieser Woche wieder alles. Im Zweikampf, im Dribbling, im Techniktraining, aber auch beim Rennen unter dem Rasensprenger. Beim letzteren wäre ich gern dabei gewesen. Die Übungen waren in diesem Jahr etwas anspruchsvoller als in den Vorjahren, was die Jungs aber begeistert aufnahmen.

In diesem Jahr war neu, dass die Jungs und Mädels dabei Rauten für ein Zeugnis sammeln konnten, das sie am letzten Camp-Tag überreicht bekamen.

Das Einzige, was in dieser Woche gestört hat, waren die Blasen an den Füßen der Jungs. Bei dieser Hitze und den vielen Stunden Training am Tag, mussten doch sehr viele Jungs mit Schmerzen kämpfen. Erstaunlich, dass sie wirklich bis zum Schluss durchgehalten haben.

Der letzte Tag begann mit einer kleinen Überraschung. Eine Drohne flog dicht über dem Platz.

Sie hatte einen stabilen Stand über den Kindern, ohne zu wackeln oder ins Straucheln zu geraten. Die Kinder hoben ihre Hände und winkten in die Kamera über ihnen. Sie flog so hoch, dass wir sie kaum noch sehen konnten. Ich bin gespannt, welche Bilder wir davon zu sehen bekommen.

So begann der schon letzte Tag der HSV-Fußballferiencamp-Woche. Oh Mann, schon wieder ist eine Woche vergangen. Gefühlt war gestern gerade Montag. Kaum zu glauben, dass der Wochenstart schon wieder so viele Tage zurückliegt.

Das Fazit fällt genauso aus wie in den letzten Jahren:

Sehr empfehlenswert. Die Kinder hatten viel Spaß. Die Trainer waren kompetent, sympathisch und schafften es den wilden Haufen unter Kontrolle zu bringen. Das Highlight für unseren Nachwuchskicker war – wie immer – das Abschlussspiel gegen die Trainer, das die Jungs souverän gewannen.

Obwohl diese Fußballjungs mindestens schon tausend Fußbälle zu Hause haben, freuen sie sich jedes Jahr wieder auf den neuen von der Fußballschule, den sie danach behalten dürfen.

Nach der gelungenen Woche, sind wir wohl nächstes Jahr wieder dabei. Letztes Jahr mit Dauerregen, dieses Jahr bei Wüstenwetter – wie wird das nächste Jahr? Vielleicht mit Schneefall?

Menschenplagiat

Unser jüngstes Teammitglied und Nachwuchsmädchen ist nun schon 5 Monate alt. Ein Alter, in dem man die Weichen für die Zukunft stellt. Der Schulabschluss ist nicht mehr weit, bald begehrt sie die Ausbildung für einen von ihr auserwählten Job. Der junge Spross darf dabei auf keinen Fall auf den falschen Weg geraten. Nicht auszudenken, wenn sie einen Beruf wählt, bei dem es sich nicht um das glatte, runde Leder dreht.

Selbstverständlich, dass wir sie daher in den letzten Wochen schon an zahlreiche Fussballplätze schleppten. Schließlich muss sie rechtzeitig geprägt werden. Hoffentlich war es nicht schon zu spät.

Gestillt in den Herrenumkleiden verschiedenster Fussballvereine in Hamburg, kann aus ihr nichts anderes werden als Fußballerin des Jahres. Oder? Fußball quasi mit der Muttermilch aufgesaugt.

Aber man kann nie sicher sein. Darum haben wir lange nachgedacht und einen totsicheren Plan ausgeklügelt. Ein Trainingskonzept, pädagogische Maßnahmen und Überzeugungsarbeit wurden in tagelanger sorgfältiger Arbeit geplant.

Dabei haben wir einiges entdeckt, an vieles gedacht und hoffentlich nichts vergessen. Was glaubt ihr, kann folgendes helfen?

In zahlreichen gut sortieren Läden, haben wir schon mal die richtige Ausrüstung für sie besorgt.

Nachbildung ist auch eine Bildung. Oder wie war das noch mal?

Manchmal – so haben wir jedenfalls gehört – mögen Mädchen Puppen. Dieses uns noch unbekannte Medium haben wir erstmal in bekannten Suchmaschinen erkundet. „Eine Nachbildung eines Menschen“, erklärt uns Wikipedia dazu. Aha. Kein Problem. Hier haben wir unser Menschenplagiat gefunden:

„Ein Schlückchen in Ehren…“ oder Saufen muss jeder

Das Puppenproblem gelöst, setzten wir uns an die nächste Aufgabe. Zwischen den Trainingseinheiten muss auch der Nachwuch ausreichend trinken, um einer Dehydrierung vorzubeugen. Dazu hatten wir eine 0,75 Liter HSV-Trinkflasche besorgt. Leider kann unsere Nachwuchs diese noch nicht heben. Bis sie im Fitnesscenter die Muskeln zum Gewichtheben ausreichend ausgebildet hat, müssen wir auf soetwas oder ähnliches zurückgreifen.

Regenerationsphase

Nach einem harten Trainingstag muss auch ein Profi mal relaxen, die Füße hochlegen und entspannen. Das geht am besten mit der richtigen Musik. Hier kann niht einfach eine x-beliebige Musik gewählt werden. Darum haben wir dieses Objekt ausgesucht. Zieht man an der unten angebrachten Schnur, spielt es die Melodie „Fußball ist unser Leben“.

Das Laufen verfolgt unser Nachwuchs noch nachlässig. Das ist noch dringend verbesserungswürdig. So setzen wir die Vorbereitungen auf die neue Saison fort und hoffen auf beste Trainingsergebnisse.

Nach wochenlanger Arbeit steht also unser Konzept. Was glaubt ihr, wird das „Projekt Fussballerin des Jahres“ gelingen?


Hiermit weisen wir daraufhin, dass dieser Text Spuren von Humor enthalten kann.

Um Klagen und Anzeigen beim Jugendamt vorzubeugen, erklären wir weiterhin, dass unser Mini werden darf, was sie will, solange sie Fußballerin wird … ehm, ich meinte natürlich „auch wenn“ sie Fußballerin wird 😉

Ein Rat am Rande: Nehmt das Leben, mich und diesen Text nicht allzu ernst, dann klappt’s auch mit dem Spaß.

Stress wie bei der Mammutjagd

Die letzten Tage der Saison 17/18 laufen ab. Die letzten Spiele und Turniere sind gespielt (im Falle der deutschen Nationalmannschaft schneller als erhofft) und der verdiente Urlaub wartet.

Die einen feiern Siege und polieren Pokale, die anderen verdauen bittere Niederlagen.

 

 

Doch ihr wisst: Nach der Saison ist vor der Saison.

Für die einen ist es Zeit, die Füße hochzulegen, den großen Löffel für die Eisdose abzulecken und nicht zurück zu blicken auf Vergangenes.

Für andere aber ist es die richtige Zeit Hanteln zu stemmen, die Laufschuhe auszupacken und vorauszuschauen.

 

 

Was macht ihr in der Sommerpause? Erholt ihr Euch von den Strapazen der letzten Monate oder bereitet ihr euch vor auf das, was vor euch liegt in der kommenden Saison?

Wenn ihr letzteres plant – wie wir, dann solltet ihr einiges beachten.

Es ist gut, das Training nicht schleifen zu lassen, denn eine zu lange Pause bringt uns aus der Form. Schon nach 8-10 Tagen Trainingspause beginnt unser Körper die Muskeln in Stoffwechselprozesse aufzulösen. Zuerst geht es der Schnellkraftmuskulatur an den Kragen. Das sollte natürlich vermieden werden, wenn man an alte Trainingserfolge anknüpfen will.

Jedoch müssen wir darauf achten, dass wir unser Pensum nicht zu hoch ansetzen und damit den Körper überfordern. Leicht wird falscher Ergeiz zur Falle und erreicht das Gegenteil von dem, was wir uns als Ziel gesetzt haben. Übertreiben wir Einheiten, die wir unserem Körper zumuten, rutschen wir leicht ins Übertraining.

 

Was ist Übertraining?

Ein gutes Training findet den richtigen Ausgleich zwischen bewußter Belastung und gezielter Erholung des Körpers. Es ist wichtig, dass beide Aspekte nicht in ein Mißverhältnis geraten und dem Körper genug Zeit bleibt zu regenerieren. Erst durch Ruhepausen können Muskeln wachsen.

Gönnen wir unserem Körper nicht genug Regenerationszeit, laufen wir Gefahr ihn zu überlasten und im schlimmsten Fall folgt eine mehrwöchige Zwangspause um aus einem echten Übertrainings-Loch wieder herauszusteigen.

(mehr …)

Das Deutschlandtrauma

Ich weiß nicht, ob es an dem Spiel des letzten Samstags liegt, das in allen von uns ein Trauma hinterlassen hat (Danke, Toni Kroos!) oder am bevorstehendem Spiel Deutschland gegen Südkorea. Ich war gerade einkaufen und sehe nur noch schwarz-weiß. Naja, ein paar Farben sehe ich dann schon noch. So schwarz, rot und gold. Das Einkaufen ist einfach nicht mehr wie früher.

Früher sah ich die bunten Farben des hiesiges Gemüses und des exotischen Obstes, die Vielfalt an Tees. Ich glaube, ich brauche eine Therapie.

Wenn ich an den zahlreichen Regalen des nahen Einkaufsmarktes vorbeischlendere glaube ich, nur noch drei Sorten eines jeden Produktes zu finden.

Ich glaube, ich brauche eine Therapie. Was meint ihr? Wer kann mir helfen? Kennt ihr diese Krankheit?

Wem geht es auch so?

Chips und Fussball

Wenn ich an Chips und Fußball denke, dann sieht das eher aus wie auf dem Foto oben. Wenn andere diese Assoziationen mit einander verbinden, kann das zu technischen Innovationen führen. Etwa wie in einem Regionalligaspiel in Bayern zwischen TSV 1860 München und Bayern München II wurden erstmals die Spieler mit Chips ausgestattet, die Live-Analysen der Geschwindigkeit und des Bewegungsverhaltens der Sportler möglich machten.

Dahinter steckt Kinexon, ein Unternehmen mit Sitz in München und New York, das kleine Sensoren auf den Markt bringt, die gerade mal 16 Gramm wiegen. Mit diesen federleichten elektronischen Minis ist eine 3D-Lokalisierung von Personen und Objekten möglich, die mit Hilfe einer Software die erfassten Daten in Echtzeit auswertet. Die Daten können dann sogar auf mobilen Endgeräten angesehen werden.

Diese Sensoren können die Position und Bewegung der Spieler zentimetergenau erfassen und dargestellen. Das macht die Spielanalysen der heutigen Zeit noch genauer.

Hätten wir auch gern mal auf dem Platz.

Was meint ihr, braucht man das?


Reginalligaspiel mit Chips

Kinexon

https://www.automobilwoche.de/article/20171116/NACHRICHTEN/171119978/start-up-der-woche—kinexon-wenn-sensoren-die-fabrik-digitalisieren

Und jedem Anfang wohnt ein Zauber inne

Die Sonne scheint und wir blicken über unsere Schultern hinweg auf das riesige Bauwerk hinter uns, das durch die hohe Sonne große Schatten vor unsere Füße wirft. Auch wenn sich hier in den letzten Wochen viel verändert hat und sich noch viel verändern wird, sind wir an einem Platz, den wir inzwischen gut kennen und der sich irgendwie heimatlich anfühlt, obwohl wir nicht darin wohnen und Geld zahlen müssen damit wir hinein dürfen.

Nach einem Foto für das Familienalbum drehen wir uns um und blicken hinauf zu den großen blauen Fahnen, die über unseren Köpfen hin- und herwehen und die Raute des HSV, wie die Sterne auf der amerikanischen Fahne auf dem Mond, emporheben. Dahinter öffnen sich heute die Pforten für Kinder, die ein Mal den heiligen Rasen der Profifußballer betreten wollen.

In Shorts, Trikots und mit Stutzen und Schienbeinschützern warten sie aufgeregt auf den Einlass.

Es ist noch nicht lange her. Ihr wisst schon: Der „Tag X“! Der Tag seit dem alles anders ist. Mit dem Tag X begann eine neue Zeitrechnung. Die Zeit nach dem Abstieg – „n. A.“.

Das soll aber nicht den Untergang des HSV markieren, sondern hoffentlich einen Neuanfang. Mit dem alles geordnet, erneuert und verbessert wird.

Die Fans haben schon mal losgelegt und tausende Neuanmeldungen für die Mitgliedschaft abgeschickt. Na, wenn das nicht ein gekonnter Anfang ist.

„Es muss das Herz bei jedem Lebensrufe

Bereit zum Abschied sein und Neubeginne,

Um sich in Tapferkeit und ohne Trauern

in andre, neue Bindungen zu geben.

Und jedem Anfang wohnt ein Zauber inne,

Der uns beschützt und der uns hilft zu leben.“

(Hermann Hesse)

Vielleicht wohnt auch diesem Neuanfang ein Zauber inne und lässt uns auf eine große Zukunft des HSV hoffen. Wer weiß, vielleicht können sie dann endlich wieder an alte Erfolge anknüpfen.

All die großen und kleinen Kinder, ihre Eltern und Großeltern hier scheinen jedenfall daran zu glauben. Sonst wären sie bestimmt nicht hier, schauten nicht mit Glanz in den Augen auf das grün bewachsene Feld, das für viele die Welt bedeutet.

Hiermit wünschen wir dem HSV alles Gute für die neue Zeitrechnung und einen Neuanfang, mit dem man wieder Großes auf die Beine stellt.

Auch wir sind heute mittendrin. Im Volkspark-Getümmel. Stimmen schwirren durcheinander. Ein bißchen fühlt es sich an wie vor einem wichtigen Bundesligaspiel. Nur die Profis sind nicht dabei. Aber wer weiß, vielleicht ist ja ein zukünftiger Profi unter all den aufgeregten Kids, die alles tun würden für diese Stunde, die sie auf diesem Rasen Fußball spielen dürfen. Ein Mal umringt von den hohen Zuschauerrängen und dem Jubel der Fans (heute Eltern, Großeltern, Geschwister, Freunde und Fremde).

Überall wird die vergangene Saison diskitiert, doch mehr Raum im Stimmengewühl nehmen die Neuanträge für Mitgliedschaften ein, das Auswerten der Spieler, die auch nach dem Abstieg bleiben und die, die neu dazu kommen.

„Lerne, dass Siege wie Niederlagen zum Leben eines jeden gehören – außer zum Leben der Feiglinge.“

Paulo Coelho

Ja, Niederlagen gehören zum Leben. Doch nach Niederlagen folgt – wie nach dem Regen der Sonnenschein – hoffentlich auch wieder viele Siege. In dieser Hoffnung verbleiben wir und warten auf die neue Saison. Mal sehen, was sie für uns bereit hält.

Stadtlauf

„Von allen Dingen, die ich mir im Laufe meines Lebens zur Gewohnheit gemacht habe, ist das Laufen die hilfreichste und sinnvollste, das muss ich zugeben.“

(Haruki Murakami)

Wir waren heute auf dem Arriba-Stadtlauf in Norderstedt unterwegs. Was macht ihr um euch fit zu halten?

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