Ball-küsst-Rasen

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Chips und Fussball

Wenn ich an Chips und Fußball denke, dann sieht das eher aus wie auf dem Foto oben. Wenn andere diese Assoziationen mit einander verbinden, kann das zu technischen Innovationen führen. Etwa wie in einem Regionalligaspiel in Bayern zwischen TSV 1860 München und Bayern München II wurden erstmals die Spieler mit Chips ausgestattet, die Live-Analysen der Geschwindigkeit und des Bewegungsverhaltens der Sportler möglich machten.

Dahinter steckt Kinexon, ein Unternehmen mit Sitz in München und New York, das kleine Sensoren auf den Markt bringt, die gerade mal 16 Gramm wiegen. Mit diesen federleichten elektronischen Minis ist eine 3D-Lokalisierung von Personen und Objekten möglich, die mit Hilfe einer Software die erfassten Daten in Echtzeit auswertet. Die Daten können dann sogar auf mobilen Endgeräten angesehen werden.

Diese Sensoren können die Position und Bewegung der Spieler zentimetergenau erfassen und dargestellen. Das macht die Spielanalysen der heutigen Zeit noch genauer.

Hätten wir auch gern mal auf dem Platz.

Was meint ihr, braucht man das?


Reginalligaspiel mit Chips

Kinexon

https://www.automobilwoche.de/article/20171116/NACHRICHTEN/171119978/start-up-der-woche—kinexon-wenn-sensoren-die-fabrik-digitalisieren

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Und jedem Anfang wohnt ein Zauber inne

Die Sonne scheint und wir blicken über unsere Schultern hinweg auf das riesige Bauwerk hinter uns, das durch die hohe Sonne große Schatten vor unsere Füße wirft. Auch wenn sich hier in den letzten Wochen viel verändert hat und sich noch viel verändern wird, sind wir an einem Platz, den wir inzwischen gut kennen und der sich irgendwie heimatlich anfühlt, obwohl wir nicht darin wohnen und Geld zahlen müssen damit wir hinein dürfen.

Nach einem Foto für das Familienalbum drehen wir uns um und blicken hinauf zu den großen blauen Fahnen, die über unseren Köpfen hin- und herwehen und die Raute des HSV, wie die Sterne auf der amerikanischen Fahne auf dem Mond, emporheben. Dahinter öffnen sich heute die Pforten für Kinder, die ein Mal den heiligen Rasen der Profifußballer betreten wollen.

In Shorts, Trikots und mit Stutzen und Schienbeinschützern warten sie aufgeregt auf den Einlass.

Es ist noch nicht lange her. Ihr wisst schon: Der „Tag X“! Der Tag seit dem alles anders ist. Mit dem Tag X begann eine neue Zeitrechnung. Die Zeit nach dem Abstieg – „n. A.“.

Das soll aber nicht den Untergang des HSV markieren, sondern hoffentlich einen Neuanfang. Mit dem alles geordnet, erneuert und verbessert wird.

Die Fans haben schon mal losgelegt und tausende Neuanmeldungen für die Mitgliedschaft abgeschickt. Na, wenn das nicht ein gekonnter Anfang ist.

„Es muss das Herz bei jedem Lebensrufe

Bereit zum Abschied sein und Neubeginne,

Um sich in Tapferkeit und ohne Trauern

in andre, neue Bindungen zu geben.

Und jedem Anfang wohnt ein Zauber inne,

Der uns beschützt und der uns hilft zu leben.“

(Hermann Hesse)

Vielleicht wohnt auch diesem Neuanfang ein Zauber inne und lässt uns auf eine große Zukunft des HSV hoffen. Wer weiß, vielleicht können sie dann endlich wieder an alte Erfolge anknüpfen.

All die großen und kleinen Kinder, ihre Eltern und Großeltern hier scheinen jedenfall daran zu glauben. Sonst wären sie bestimmt nicht hier, schauten nicht mit Glanz in den Augen auf das grün bewachsene Feld, das für viele die Welt bedeutet.

Hiermit wünschen wir dem HSV alles Gute für die neue Zeitrechnung und einen Neuanfang, mit dem man wieder Großes auf die Beine stellt.

Auch wir sind heute mittendrin. Im Volkspark-Getümmel. Stimmen schwirren durcheinander. Ein bißchen fühlt es sich an wie vor einem wichtigen Bundesligaspiel. Nur die Profis sind nicht dabei. Aber wer weiß, vielleicht ist ja ein zukünftiger Profi unter all den aufgeregten Kids, die alles tun würden für diese Stunde, die sie auf diesem Rasen Fußball spielen dürfen. Ein Mal umringt von den hohen Zuschauerrängen und dem Jubel der Fans (heute Eltern, Großeltern, Geschwister, Freunde und Fremde).

Überall wird die vergangene Saison diskitiert, doch mehr Raum im Stimmengewühl nehmen die Neuanträge für Mitgliedschaften ein, das Auswerten der Spieler, die auch nach dem Abstieg bleiben und die, die neu dazu kommen.

„Lerne, dass Siege wie Niederlagen zum Leben eines jeden gehören – außer zum Leben der Feiglinge.“

Paulo Coelho

Ja, Niederlagen gehören zum Leben. Doch nach Niederlagen folgt – wie nach dem Regen der Sonnenschein – hoffentlich auch wieder viele Siege. In dieser Hoffnung verbleiben wir und warten auf die neue Saison. Mal sehen, was sie für uns bereit hält.

Stadtlauf

„Von allen Dingen, die ich mir im Laufe meines Lebens zur Gewohnheit gemacht habe, ist das Laufen die hilfreichste und sinnvollste, das muss ich zugeben.“

(Haruki Murakami)

Wir waren heute auf dem Arriba-Stadtlauf in Norderstedt unterwegs. Was macht ihr um euch fit zu halten?

Sie könnten die Nächsten sein

In Hamburg blutet das Fußballherz. Mit schmerzender Brust mussten wir am letzten Spieltag dieser Bundesligasaison mitansehen, was wir schon die ganze Saison geahnt hatten. Der erste Abstieg des HSV in die zweite Liga.

Nach unendlich vielen Spielminuten, die sich am Ende langzogen wie Kaugummi, war das Spiel vorbei. Doch der Schlusspfiff war dieses Mal ein anderer als sonst. Er klang nicht anders, aber er fühlte sich anders an. Für viele Hamburger bedeutete er am vergangenen Wochenende das Ende. Beinahe ist es so als ziehe das ganze Leben des HSV-Dinos am inneren Auge der Fans vorbei. Aber nein, er ist nicht tot, der Dino. Er wechselt nur seinen Aufenthaltsort.

Obwohl der Abstieg in dieser Saison nicht überraschend kommt, schmerzt er dennoch nicht weniger. Viel wird sich ändern. Vor allem für die HSV-Verantwortlichen. Ob es das auch für die Fans tut, bleibt abzuwarten. Mal abgesehen von ein paar einzelnen (man möge mir die Wortwahl verzeihen, aber eine passendere Bezeichnung gibt es nicht) Vollidioten konnten die Hamburger Fans mal wieder zeigen, was ECHTE Fans sind. Welche, die auch in den dunkelsten Tagen noch zu ihrem Verein stehen.

Obwohl wir – wie viele andere Fans – auch bis zum Schluss noch gehofft, Punkte gezählt und gerechnet haben, wussten wir doch von Anfang an, dass das Unausweichliche folgt.

Klar, wir denken alle daran: Was wäre gewesen, wenn… Wenn ein Sieg mehr, eine Niederlage weniger in der Liste gestanden hätten – der letzte Spieltag hätte ein ganz anderer sein können. Aber danach sollten wir nicht schauen. Ja, Titz ist ein interessanter Trainer, bei dem es sich lohnt näher hinzuschauen. In seine Taktik, seine Übersicht, seine Voraussicht, seine Einschätzung zu einzelnen Spielern. Er hat gezeigt, was mit dem HSV möglich ist. Vielleicht haben wir durch ihn auch etwas davon gesehen, was in der nächsten Saison werden kann. Denn der Dino ist nicht tot. Er hat nur seinen Aufenthaltsort gewechselt.

Nun müssen wir erstmal akzeptieren, was ist und angehen, was kommt.

Dieses Mal stehen die Spieler und Verantwortlichen des HSV vor einem bisher nie dagewesenen Abgrund. Eine ganz neue Herausforderung.

Immer dann, wenn man in eine solche Lage rutscht – es ist immer das Gleiche – dann kommen sie plötzlich aus allen Löchern gekrochen. Wie Ratten über alte stinkende Nahrungsmittel, fallen sie über HSV-Fans, -spieler und -mitarbeiter her. Hämisch wird gelacht, Lieder werden gesungen um die Freude über das Leid anderer auszudrücken.

Schon komisch, dass viele Dinge, die im alltäglichen Miteinander undenkbar erscheinen, beim Fußball normal sind. Ist das der gute Ton des Fußballs? Dass man sich auslacht, sich beleidigt? Über die Randale und Gewalt reden wir mal gar nicht erst?

Jeder, der während des letzten Spiels soziale Medien verfolgt hat, kam an Hass und Beleidigungen nicht vorbei. Das Ganze artete in heftiger Wortwahl aus, sodass wir es hier gar nicht wiederholen wollen.

Ich verstehe gar nicht, warum Fans anderer Mannschaften so viel Hass auf den HSV haben. Wenn sie nicht gerade direkte Konkurrenten im Abstiegskampf sind, könnte es ihnen völlig egal sein, ob der HSV absteigt oder nicht. Ist es aber nicht. Der größte Teil der Bundesliga wünschte dem HSV die größte Niederlage seiner Geschichte. Selbst Profispieler ließen sich öffentlich dazu aus, dass sie diesen Verein endlich in die zweite Liga schießen wollen.

Nun zählen also nicht mehr die Erfolge, sondern die Demütigungen, die man anderen zufügt? Statt mit guter Leistung glänzt man nun mit Mobbing anderer? Sehr peinlich, finde ich. Sehr sportlich ist das auch nicht. Und menschlich das letzte.

Bei aller Konkurrenz dürfen wir doch nicht vergessen, dass dort junge Menschen auf dem Platz stehen. Menschen, die nicht aus Langerweile dort rumlaufen (wie es oft behauptet wird), sondern die ihre ganze Kindheit/Jugend und Freizeit aufgeopfert haben, nur um dort hinzugelangen, wo sie nun auf dem Rasen stehen, mit Pyrotechnik und anderen schweren Gegenstände (bei Oliver Kahn war es ein Golfball) beworfen, beleidigt und mit dem Tode bedroht werden. Gerade beim Fußball frage ich mich sehr oft, ob diesen „Fans“ (sind es wirklich welche?) klar ist, was sie tun. Überall muss mit Konsequenzen für solches Verhalten gerechnet werden. Doch beim Fußball meint man, es gehöre dazu.

Nein, sagen wir! Nichts berechtigt zum Niedermachen anderer. Nichts entschuldigt die Zerstörung fremden Eigentums oder Mobbing in sozialen Medien. Nein, auch das viele Geld, dass sie verdienen, entschädigt keinesfalls für unmenschliches Verhalten anderer. Denn so etwas kann man nicht mit Geld aufwiegen, nicht mit Gegenwerten weniger schlimm machen.

Das Entscheidende, das viele dabei vergessen, ist doch, dass dies Teil des Fussballs ist. Mindestens zwei Vereine trifft dieses Schicksal jährlich im Kreislauf der ersten Bundesliga.

Ein bißchen Demut täte diesen „Fans“ gut. Sie sollten nicht vergessen, dass auch sie aus der zweiten Liga kommen und sie das nächste Mal diejenigen sein könnten, die den Weg dorthin zurückfinden. Im nächsten Jahr könnten sie die nächsten Absteiger sein.

Welttag des Buches

„Wer zu lesen versteht, besitzt den Schlüssel zu großen Taten, zu unerträumten Möglichkeiten.“

– (Aldous Huxley)

Wir genießen den Welttag des Buches und gehen dann mal lesen. Und was lest Ihr heute?

Spieltag in Hamburg

Heute HSV gegen Schalke 04 – Was glaubt ihr, wie läuft‘s heute?

Da geht der Arsch auf Grundeis

Ihr kennt alle diese Tage. Wenn es morgens schon nicht richtig hell wird, weil dunkle Wolken wie graue Gardinen vor den Fenstern hängen. Wenn der Wecker viel zu laut klingelt und sein Schrillen in eurem Kopf widerhallt. Wenn außerhalb der schützenden Bettdecke Kälte herrscht, nicht nur weil die Heizung noch ausgestellt ist. Wenn euch einfällt, dass Montag ist und nicht mehr Sonntag. Wenn ihr die Augen lieber vor dem anstehenden Tag verschließt und überlegt, ob ihr euren Chef anruft und ihm sagt, er kann euch mal … ihr wisst schon. Kreuzweise. Wenn ihr euren Briefkasten lieber zuschweißen wollt, damit der Postbote keine unwillkommenen Briefe einwerfen kann oder ihr das Telefon abstellt, damit der erwartete schlimme Anruf euch nicht erreicht.

Solche Tage erleben wir alle.

 

„Man löst keine Probleme, in dem man sie auf Eis legt.“

(Winston Churchill)

 

Sind wir mal ehrlich. Auch wenn wir es hin und wieder versuchen, hilft es recht selten die Probleme auf Eis zu legen.

So raffe ich mich an solchen Tagen dann doch auf und packe die Dinge an, die vor mir liegen. Nur wenn sie erledigt sind, kann ich sie aus dem Gedankenfeld räumen und lasten nicht mehr auf meinen Schultern. Das geht nur wenn ich sie anpacke, wenn ich auf sie zugehe und nach Lösungen suche. Oder das beste daraus mache. Nicht, wenn ich sie vor mir herschiebe.

So habe ich mich am Wochenende nach wirklich schlimmen Tagen aufgerafft, habe die Gardinen aufgerissen und festgestellt, dass auch eine Wolkendecke Licht hindurch läßt. Habe die Heizung aufgedreht und gemerkt, dass sie schnell warmläuft und der Boden unter den Füßen dann keinen Schauer mehr über meinen Rücken laufen läßt. Habe mir einen neuen Weckrufton auf dem Smartphone zugelegt, zu dem ich mit meinen Kindern tanze bevor wir frühstücken. Dann habe ich die Familie eingepackt und bin losgezogen. Nach einigen Kilometern kamen wir in Rövershagen bei „Karls Erdbeerhof“ an. Dort legten wir nicht unsere Probleme, sondern unsere Hintern auf Eis.

Wie? In Karls Eiswelt erzählen 22 Künstler aus zehn Länder mit mehr als 350 Tonnen Eis kuriose Geschichten aus der 800-jährigen Rostocker Stadtgeschichte. Dort könnt auch ihr euren Hintern aufs Eis legen und euch die vollständig aus Eis gefertigte Rutsche hinunterstürzen. Da geht euch der Arsch auf Grundeis.

Das haben wir natürlich gleich ausprobiert. Kann ich nur weiter empfehlen. Alternativ geht’s auch mit dem Bauch. Manch einer schafft es mit der Nase.

Warum ich das alles erzähle? Weil wir dort auch auf ein Stück Fußballgeschichte gestoßen sind. Was sonst?! Logisch. Habt ihr es anders erwartet?!

 

 

Ein Teilstück der Rostocker Stadtgeschichte, das an den einst erstklassigen Verein Hansa Rostock erinnert. Dieser hat zwar schon mal bessere Zeiten gesehen, aber es wird immer ein Teil Rostocks bleiben. Und wer weiß … vielleicht werden wir dort mal wieder besser Zeiten erleben.

Aber über die Rostocker Stadtgeschichte kann noch viel mehr erzählt werden. Was das ist, erfahrt ihr, wenn ihr auch mal in Rövershagen vorbeischneit und euch den eisigen Temperaturen der Eiswelt stellt, was übrigens auch mitten im Sommer möglich ist.

Wir hatten dort einen herrlichen Tag. Mit den richtigen Begleitern bringt es wirklich Spaß und kann den trübsten Winterhimmel erhellen. Also lieber den Hintern als die Probleme auf Eis legen, dann scheint die Welt schon halb so schlimm.


Alles über die Eiswelt von Karls Erlebnishof in Rövershagenfindet ihr hier .

Montag! Unmenschliche Qual oder dein Tag?

 

Montag, 6:00 Uhr. Du musst aufstehen, aber dein Körper ist wie gelähmt? Draußen ist es viel zu dunkel, zu kalt, zu nass. Es ist noch kein Kaffee gemacht und dein Körper noch im Wochenendmodus? Du hast einen miesen Tag vor dir und zweifelst an dir? Du glaubst, dass dein Tagesprojekt nicht gelingen wird? Die anderen machen sowieso alles besser, weil es ihnen leichter fällt als dir?

Steh auf und schütte solche Gedanken mit dem alten, kalten Kaffee den Abfluss hinab. Lasse frisches neues Wasser in die Maschine fließen und sieh zu wie diese knatternde Maschine kaltes Wasser in eine wohlig duftende warme Flüssigkeit verwandelt. Fühle wie mit dem Aroma aus der Maschine nicht nur deine Küche, sondern auch dein Herz erwärmt wird. Denn ist der alte Kaffee fort, bleibt nun mehr Platz für das frische Neue. Nun ist Platz für neue Gedanken und Ziele, die wie Koffein dein Herz beschleunigen und bereit machen für neue Taten, neue Möglichkeiten und vielleicht auch neue Fertigkeiten. (Funktioniert auch mit Tee 😉 )

Denke daran, dass du für deinen Erfolg aufstehen und handeln musst. Wirf dein Bestes in die Waagschale für den Erfolg. Du musst nicht groß sein, nicht fehlerfrei oder breitschultrig, nicht furchtlos oder restlos von dir überzeugt. Jeder fängt klein an. Manch einer blieb klein und wurde doch groß. So wie Roberto Carlos. Einer der größten Giganten auf dem Fußballplatz. Nicht jedoch vor der Messlatte.

Kleiner Körper, kurze Beine, kleine Füße, aber riesen Fußballer. Jeder, der etwas von Fußball versteht, kennt Roberto Carlos und seine Wunderschüsse. Mit Füßen in der Größe von gerade mal 38 haute er seiner Zeit die schnellsten und härtesten Schüsse der Welt auf das gegnerische Tor. Zum Vergleich: Messi läuft mit Schuhen in Größe 42 auf dem Rasen. Wie oft wird er wohl in seiner Kindheit/Jugendzeit gehört haben „Das schaffst du nicht.“, „Du bist zu klein.“ Für die Leser unter euch, bei denen Gott nicht so sehr bei der Körpergröße gespart hat: Man hört so etwas verdammt oft. Egal, worum es geht.

Eine tödliche Waffe

Nicht nur seine Schusshärte verblüffte die Menschen. Er verfügte über eine besondere Schusstechnik und einem von Gott gegebenen Gefühl im Fuß, das man so nicht woanders wiederfindet. Nur zur Erinnerung und weil man es einfach immer wieder ansehen kann, hier einen seiner berühmten Freistöße:

Hier zieht er den Schuss mit dem linken Fuß rechts an der Mauer vorbei, die sich vor der rechten Hälfte des Tors postiert hat (aus der Sicht des Schützen). Nach dem Abschuss fliegt der Ball in Richtung Eckfahne. In einer gigantischen Flugkurve zieht der Ball hinter der Mauer zurück nach links, trifft den Pfosten und landet im Tor. Physikalisch unmöglich, urteilten damals einige Fans.

„Wenn man ihn lässt, wie er will, wird Roberto Carlos zur tödlichen Waffe.“

(Gottfried Weise als Kommentator über Roberto Carlos)

Tatsächlich beschäftigten sich sogar Physiker mit seinem Freistoß. Dieser Schuss, wie eine tödliche Waffe, schaffte es sogar in eine Fachzeitschrift für Physiker. Die Frage, wie dieser Ball, der zunächst sicher am Tor vorbeizugehen scheint, dann doch das Tor trifft, ist gelöst.

Durch den Schuss mit dem Außenspann brachte Carlos den Ball zur Rotation um die eigene Achse. Diese Drehung verursacht eine Verwirbelung der Luft, die eine seitwärts auf den Ball gerichtete Kraft hervorruft, den sogenanntn Magnus-Effekt.

Der Ball wird etwa 35 Meter vor dem Tor von ihm stark beschleunigt. Die Entfernung spielt dabei eine wesentliche Rolle. Auf einem langen Weg beginnt der Luftwiderstand den Ball zu bremsen. Die Geschwindigkeit lässt nach, die Rotation um die eigne Achse aber bleibt. So wirkt sich die Rotation mehr auf die Flugbahn aus. Die Forscher haben herausgefunden, dass eine Entfernung von 20 bis 25 Metern für diesen Effekt noch nicht ausreicht. Erst bei größeren Entfernungen entwickelt sich eine spiralförmige Bewegung des Balls.

Es ist also die perfekte Kombination aus der richtigen Geschwindigkeit, der richtigen Rotation, dem richtigen Luftwiderstand und der richtigen Kraft, die der Schütze auf den Ball überträgt, der diese außergewöhnliche Flugbahn ausmacht.

Wer Lust hat den Originalbeitrag der Fachzeitschrift für Physik zu lesen, der kann das hier tun. Das Ganze unterlegt mit etlichen Versuchsreihen und anschaulichem Bildmaterial. Faszination, die weit über das Fußballfeld hinausgeht.

Leben ist wie Fußball

Roberto Carlos blieb also nicht Montags im Bett und jammerte. Nein, er trainierte. Und das hart. Wir alle erinnern uns doch noch an seine gigantischen Oberschenkel, bei denen sich keiner mehr fragte, wie er solch starken Druck auf den Ball bekam. Und dabei war es völlig wurscht, dass er die wahrscheinlich kleinsten Füße der Profifußballer hatte. Also, sei wie Carlos. Steh auf! Denn wie der Schriftsteller Lewis Grizzard so schön sagte:

„Leben ist wie Fußball.

Man muss Probleme attackieren, Ängste aufhalten,

und Treffer erzielen, wenn es die Gelegenheit erlaubt.“

(Lewis Grizzard – Schriftsteller)

Also, schlürf den Rest Kaffee hinunter, geh raus und mach, was auch immer der Montag für dich bereit hält. Lass deine Ängste hinter dir, attackiere deine Probleme. Mit Fleiß und etwas Mut wird das schon. Vielleicht wird es dann nicht nur irgendein Montag, sondern DEIN Montag.

Wir wünschen euch allen einen wunderschönen Montag.


weiter Links zum Thema:
der Magnus-Effekt
https://lp.uni-goettingen.de/get/text/3773
https://de.wikipedia.org/wiki/Magnus-Effekt
das Wundertor
http://www.spiegel.de/wissenschaft/mensch/fussball-forscher-lueften-geheimnis-des-wundertors-a-715238.html
https://www.11freunde.de/artikel/legendaere-traumtore-42-roberto-carlos-vs-physik

„Entscheidend ist, wo man presst.“

 

Bei der Produktion von Nachwuchs, sowie beim Fußball, ist das Pressing elementar. So sagte schon der wirklich großartige Trainer Jupp Heynckes weise:

„Entscheidend ist, wo man presst.“

(Jupp Heynckes)

Das werden wir beherzigen und in Kürze daran denken, wenn wir unser Ball-küsst-Rasen-Team expandieren.

Wir wissen alle, dass Jupp ein fantastischer Trainer ist. Zur Zeit hat man ihn wieder zur FC Bayern-Rettung beordert. Was glaubt ihr, schafft er es auch dieses Mal?

Aber auch der HSV-Trainer Markus Gisdol hatte zu diesem Thema Weises auf Lager:

„Uns war klar, wenn wir pressen, dann Vollgaspressing, sonst haben wir keine Chance. Das ist wie schwanger, das gibt es auch nicht halb.“

Er hat völlig Recht. So seht ihr, dass ihr euch in jeder Lebenslage auf die Fußballer verlassen könnt. Sie wissen immer Rat. 😉

Wir können schon bald das neue Teammitglied in unserer Fußballwelt begrüßen und suchen inzwischen schon mal das passende Outfit für den Zwerg. 😜 Ihr dürft gespannt sein.

Ehrenkarte für den Rasen

Wir sind heute mit einer Ehrenkarte im Volksparkstadion. Der HSV muss beim heutigen Heimspiel gegen Frankfurt ran und unser Jüngster ist heute als Auflaufkind auf dem Rasen dabei. Schaut gut hin, vielleicht seht ihr uns. 😄

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